Virtuelles Museum
 

Virtuelle Ausstellung

Unter einer virtuellen Ausstellung versteht man eine Präsentation die im digitalen Bereich stattfindet und somit nicht mit einer realen Ausstellung wie beispielsweise einer Museums- oder Kunstausstellung vergleichbar ist. Die Virtualität wird dabei in erster Linie durch digitale Medien wie Monitore, Datenträge, Beamer oder Internet ausgetragen.

Im wesentlichen unterscheiden sich reale und virtuelle Ausstellung nicht sehr voneinander, sie werden dem Zuschauer nur auf eine andere Art und Weise vor Augen gehalten, beeinflussen die Wahrnehmung an sich also eigentlich garnicht, sondern höchstens die Form der Aufnahme. Dabei sind die Grundprinzipien immer die selben: Informationsgehalt, bzw. Ausdruck des Themas sollen dem Publikum eindrucksvoll vermittelt werden.

Dennoch gibt es natürlich Differenzen zwischen beiden Formen, so ist die virtuelle Form die komplexere von beiden, da sie mit verschiedenen Elementen verknüpft werden kann. In einem Museum ist es höchstens möglich einige kleine Textpassagen zu einem Artefakt zu verfassen, bei einer Bildschirmpräsentation hingegen hat man die Möglichkeit einzelne Bereiche der Figur näher zu kennzeichnen und zum Beispiel farbig zu markieren, sodass die eigentliche Botschaft leichter verstanden wird. Auch ist die Verbindung mit verschiedenen Medien möglich, wie beispielsweise eine Information mit Videos, mehreren Fotos oder Zitaten von Leuten zu verbinden, die damit in Beziehung stehen. Eine herkömmliche Präsentation kann nicht so vielfach eingesetzt werden.

Die virtuelle Ausstellung dient in erster Linie der Möglichkeit etwas deutlicher zu erklären oder mit mehreren Aspekten zu versehen. Auf der anderen Seite ist auch die Einbeziehung vom Zuschauer eine präsente Art und Weise die Präsentation interessanter zu gestalten, was im Bereich der realen Form nicht möglich ist. Durch virtuelle Museen, die beispielsweise im Internet oder auf Touchscreens in Museen stattfinden, kann man dem Besucher selbst offen lassen, welche Dinge er sich ansieht. Er kann somit das Museum selber durchsuchen und sich die einzelnen Ausstellungsstücke durch die Digitalisierung näher ansehen als es hinter einer Vitrine möglich wäre.

Durch das Internet haben virtuelle Ausstellungen überhaupt erst an großer Bedeutung gewonnen, da sie von jeder Person überall auf der Welt rund um die Uhr kostenlos besuchbar sind und die Betreiber damit die eigene Botschaft auch viel weiter bringen können. Dieser Informationsversand kann in dieser Art und Weise ganz andere Türen für den Betreiber öffnen. Unabhängig von den Besucherzahlen ist die Aktualität dieser Formen leichter zu halten, so kann man immer wieder etwas an dem optischen und informellen Erscheinungsbild ändern ohne ein ganz neues Konzept entwerfen zu müssen.

Viele Museen benutzen die Möglichkeiten mit der Virtualität um die eigenen Ausstellungen zu verbessern oder zu erweitern. Neben stetig aktualisierten Onlineangeboten, wird auch viel Wert auf die Verwendung neuer Techniken wie Beamer in Verbindung mit Präsentationssoftware gelegt um historische Stücke noch klarer und verständlicher darzustellen. Diese Formen werden von den Besuchern sehr begrüßt, da sie eine Alternative zum alleinigen Betrachten der verschiedenen Bereiche bieten.

Kulturell gesehen, kann man mit der Verbindung von neuen Medien viel mehr Menschen erreichen als auf herkömmliche Weise. Wie bereits genannt, bietet das Internet in diesem Falle die beste Möglichkeit, da es im Gegensatz zu Zeitungsberichten oder Mund-zu-Mund- Propaganda eine höhere Erreichbarkeit beitet und den informellen, historischen und kulturellen Aspekt für Interessenten verstärkt. Durch Formen von Kommentarfunktionen, kann man so auch der Kritik der Nutzer schneller nachkommen. Aus diesen Gründen werden Medien, bzw. speziell das Internet als weitere Publikationsform von Ausstellungen fungieren und in Zukunft noch viel mehr Beachtung finden.